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- 7.10.2009: Gesundheitsfonds weiter unter Druck
- 29.9.2009: Kurswechsel nach Wahlen?
- 26.9.2009: Betrug zu Lasten der Versicherten
- 3.9.2009: Privatkliniken auf der Überholspur?
- 19.8.2009: Gesunheitsfond nicht ausreichend!
- 18.8.2009: Warum in die Ferne schweifen...?!
- 8.6.2009: Medical Wellness als Chance
- 28.4.2009: Jahrbuch Healthcare Marketing 2009 erschienen!
- 3.4.2009: Da Vinci unterstützt Ärzte in Hamburg
- 29.1.2009: Mit Elisabeth-Krankenhaus zum Katholischen Klinikum Ruhgebiet Nord
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Betrug zu Lasten der Versicherten
Immer häufiger werden Patienten von niedergelassenen Ärzten an Kliniken überwiesen, damit diese höhere Honorare erzielen. In bis zu fünf Prozent aller Fälle fordern Ärzte ungerechtfertigte Entlohnungen. Dies geht zumindest aus Schätzungen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hervor. Die Bundesärztekammer berichtet ebenfalls von einzelnen Fällen, in denen zu Unrecht Prämien an Ärzte gezahlt wurden. Sie hält die Schätzung aber für übertrieben.
Zwar betrifft dieser Vorwurf nur wenige schwarze Scharfe, allerdings sind jüngst mehr und mehr Fälle zu beobachten. Nicht nur, dass Patienten voreilig an Kliniken überwiesen werden, sondern auch, dass sich viele Ärzte zusammengetan haben, um Kliniken unter Druck zu setzen. Das Vorgehen der Ärzte lässt sich aufgrund der Regelungen in unserem Gesundheitssystem, die anscheinend diese Möglichkeit offen halten, zwar erklären, aber nicht entschuldigen. Unter Berücksichtigung der Vorwürfe ist es nicht verwunderlich, wenn sich das Ansehen der Ärzte innerhalb der Gesellschaft wandelt.
Der Hintergrund für die hohen Honorarzahlungen an die Ärzte ist die politisch gewünschte Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken, um Versicherten eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten. Ziel dieser integrierten Versorgung ist die Vermeidung doppelter Untersuchungen, um eine Senkung der Kosten zu veranlassen.
Ärzte stellen sowohl zu hohe Forderungen an die Kliniken, als auch an die Versicherten, die immer öfter Vorkasse leisten müssen. Die Kliniken sind für diese Situation mitverantwortlich, da sie gezielt auf Ärzte zugegangen sind, um ihre Wettbewerbs- situation zu verbessern. Patienten werden an Kliniken überwiesen, die die höchste Prämie zahlen. Dies führt zu Wettbewerbsverzerrung unter den Kliniken und dazu, dass Patienten nicht immer in die für ihr Krankheitsbild am besten qualifizierte Klinik kommen.