Archive für Oktober 2008

Uniklinik Mannheim auf dem Weg in die Zukunft

Die Uniklinik Mannheim hat sich mit einem neugebauten Patientenhaus auf den Weg in die Zukunft gemacht. Nach einer anderhalbjährigen Bauphase und Kosten von rund elf Millionen Euro kann sich der behandelnde Arzt nun dafür entscheiden, seine Patienten im neuen Patientenhaus unterzubringen. Die Klinik legt dabei Wert darauf, den Unterschied zu Patientenhotels an anderen Kliniken herauszustellen: in diesen würden bestimmte Patientengruppen bevorzugt.

Bei dem Patientenhaus handelt es sich um ein separates Gebäude auf dem Klinikgelände, in dem Patienten wohnen sollen, die weniger stark auf pflegerische Dienstleistungen angewiesen sind. Der Arzt kommt (außer im Notfall) nicht ans Krankenbett, sondern die Patienten suchen selbständig die verschiedenen Behandlungen auf. Die Zimmer orientieren sich an Hotelstandards. Das Essen wird im Speisesaal eingenommen.

Die Unterbringung ist eine Leistung der Krankenkassen, die Abrechnung erfolgt über Fallpauschalen. Diese Leistung können laut www.klinikum-mannheim.de sowohl privat als auch gesetzlich Versicherte ohne Zuschlagszahlungen in Anspruch nehmen. Zusatzangebote wie zum Beispiel ein Internetzugang oder die Übernachtung einer zweiten Person müssen extra und aus eigener Tasche bezahlt werden.

Aber auch Selbstzahler können die Leistungen des Patientenhauses in Anspruch nehmen: zum Beispiel, wenn ein Patient sich noch nicht sicher genug fühlt, um in die eigenen, weit vom Krankenhaus entfernten Wände, zurückzukehren. Auf diese Weise wird der Patient zum Kunden!

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