Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Blog Zukunft Krankenhaus für September, 2008.
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- 29.9.2009: Kurswechsel nach Wahlen?
- 26.9.2009: Betrug zu Lasten der Versicherten
- 3.9.2009: Privatkliniken auf der Überholspur?
- 19.8.2009: Gesunheitsfond nicht ausreichend!
- 18.8.2009: Warum in die Ferne schweifen...?!
- 8.6.2009: Medical Wellness als Chance
- 28.4.2009: Jahrbuch Healthcare Marketing 2009 erschienen!
- 3.4.2009: Da Vinci unterstützt Ärzte in Hamburg
- 29.1.2009: Mit Elisabeth-Krankenhaus zum Katholischen Klinikum Ruhgebiet Nord
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Archive für September 2008
Größte Demo der Gesundheitsbranche
25.9.2008 von theunissen.
Auf den ersten Blick scheinen drei Milliarden Euro eine Menge Geld zu sein. Das nämlich ist der Betrag, auf den sich Bund und Länder geeinigt haben, um die Finanzierung der Krankenhäuser zu sichern. Geplant sind außerdem tausende neue Pflegestellen.
Für Menschen, die sich nur unzureichend mit der Situation der Krankenhäuser auskennen, scheint die einmalige Zahlung von drei Milliarden Euro vielleicht die langerwartete Lösung des Problems »Kliniklandschaft« zu sein. Gleichzeitig geht ein Schrei der Empörung durch die Krankenhäuser: der Betrag sei viel zu niedrig angesetzt. Aus diesem Grund wollen heute rund 60.000 Angestellte von Kliniken in Berlin demonstrieren - eine der größten Demonstrationen der Gesundheitsbranche in Berlin aller Zeiten. Die Kosten für die Anreise der Demonstranten tragen übrigens die Kliniken selbst.
Nach der Zahlung dieses Betrages ist erst ab 2012 eine Investitionsförderung durch Pauschalen möglich. Bis dahin bleiben drei Milliarden. Ein Tropfen auf den heißen Stein oder wirkliche Hilfe? Und wieviel bleibt wirklich bei den einzelnen Kliniken hängen? Da entscheiden wohl am besten diejenigen, die Tag für Tag mit der Materie Gesundheit zu tun haben. Und die machen ihre Meinung mit der heutigen Demo überaus deutlich.
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Veranstaltung »Zukunft Krankenhaus« bietet Ideen und Lösungswege
22.9.2008 von theunissen.
Im Rahmen dieses Blogs wurde schon häufig über die Probleme, mit denen viele Kliniken in Deutschland zu kämpfen haben, berichtet. In den kommenden Jahren werden viele Kliniken in NRW schließen. Der Patient wird zum Kunden, der im Falle eines gesundheitlichen Problems aktiv die Klinik auswählt, die seinen Bedürfnissen und Ansprüchen am Besten entspricht.
Das Krankenhaus befindet sich in einem schwierigen Spagat zwischen Patienten, niedergelassenen Ärzten, Budgets sowie ethischen und gesellschaftspolitischen Ansprüchen. Der enorme Kosten-, Produktivitäts- und Wettbewerbsdruck zwingt die Krankenhäuser zu agieren. Es ist die Aufgabe der Entscheider, einen Weg zu finden, um das eigenen Krankenhaus erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Dieser Weg führte in der Vergangenheit häufig über Effizienzsteigerungen. Alle Prozesse im Krankenhaus wurden optimiert, um die eigene wirtschaftliche Situation zu verbessern. Drastische Kürzungen der Verweildauer, Zusammenschluss zu Klinikverbünden und Einführung von Qualitätsstandards sind nur einige Beispiele dieser Bemühungen. An dieser Stelle gibt es ein Problem: In vielen Häusern sind die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung weitgehend ausgeschöpft.
Was jetzt wichtig ist, ist die Ausrichtung der Kliniken auf den »Markt« - also die klare strategische Positionierung im Wettbewerb. Es wird mehr als bisher darauf ankommen, die eigene Leistung im Bewusstsein der Zielgruppen (Patienten, Angehörige, Ein-/ Zuweiser, etc.) an herausragender Stelle zu verankern und sich dabei gleichzeitig von den Leistungen anderer Anbieter deutlich abzugrenzen. Wie kann dies gelingen?
Am 07.11.2008 erhalten Sie im Rahmen der Entscheiderveranstaltung »Zukunft Krankenhaus - Nachhaltige Strategien für die Existenzsicherung von morgen« auf Schloss Rheda konkrete und umsetzungsorientierte Antworten auf diese Frage. Sie erhalten Ideen, Impulse und Anregungen für Ihre Zukunftsstrategie. Prüfen Sie weitere Wege, den Wettbewerb um knapper werdende Ressourcen erfolgreich zu meistern und profitieren Sie von den Erfahrungen andere wettbewerbsintensiver Branchen.
Mehr Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.zukunft-krankenhaus.de.
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Aus Fehlern lernen
19.9.2008 von theunissen.
Auf dem Weg in Richtung »Zukunft Krankenhaus« sind es häufig die kleinen Schritte, die die Kliniken nach vorne bringen. Das hat auch das »Aktionsbündnis Patientensicherheit« erkannt. Das Bündnis setzt sich aus Vertretern der Gesundheitsberufe, der Verbände und der Patientenorganisationen zusammen. Gemeinsames Ziel: eine Plattform zur Verbesserung der Patientensicherheit in Deutschland aufzubauen. Konkret sollen Methoden, die die Sicherheit der Patienten im Krankenhaus erhöhen, entwickelt und verbreitet werden.
Wer daran zweifelt, dass Patienten auch in Krankenhäusern verschiedenen Gefahren ausgesetzt sind, sollte sich die Fakten näher ansehen. Bis zu 100.000 Menschen sterben nach Berechnungen der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hierzulande jährlich an Infektionen, die sie sich bei einer Behandlung im Krankenhaus zugezogen haben (Tagesschau am 21.04.2008).
Knapp 15 Prozent aller Infektionen auf Intensivstationen sind beispielsweise auf mangelnde Hygiene im Krankenhaus zurückzuführen, erläuterte der Charité-Krankenhaushygieniker Henning Rüden. Während es sich bei den übrigen 85 Prozent um Ansteckungungen aus dem Körper des Patienten handle (reagiert empfindlicher auf Keime als ein gesunder Mensch), könnten diese 15 Prozent mit der richtigen Hygiene vermieden werden (http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/nano/news/85838/index.html).
Aber wie? Das Aktionsbündnis gibt hier Handlungsempfehlungen. So würde zum Beispiel ein vermehrtes Waschen der Hände die Hygiene im Krankenhaus erhöhen. Eine kleiner Aufwand, der für die Patienten von entscheidender Bedeutung sein kann. Und jeder Vorteil für den Patienten kann zu einem wichtigen Überlebensfaktor für Kliniken werden.
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Krankenhaus bietet Fitness
11.9.2008 von theunissen.
Wie es im Bereich Krankenhaus auch gehen kann, will das Städtische Krankenhaus Nettetal beweisen: in Zeiten, in denen immer mehr Kliniken schließen müssen, baut dieses Krankenhaus einen komplett neuen Physiotherapie-Komplex.
Zwar steht fest, dass die medizinische Betreuung immer noch im Mittelpunkt der Bemühungen steht, gleichzeitig sollen aber auch Nachsorgepatienten und Menschen mit Beschwerden, bei denen die Kasse die entstehenden Kosten nicht mehr deckt, angesprochen werden. Das heißt im Klartext, dass die Patienten auch dann noch an das Krankenhaus gebunden werden sollen, wenn die eigentliche Behandlung bereits abgeschlossen ist.
Auch in der Vergangenheit konnten Sportbegeisterte weiter in der Klinik trainieren. Ganz wie bei einem Fitnessstudio wurden 10er-Karten verkauft und der Patient, oder nun besser der Kunde, trainerte selbstständig an den Geräten. Nun sollen sich die Kunden durch langfristige Verträge an die Klinik binden.
Für die Klinik selbst bedeutet dieses Vorgehen einen Imagewandel: von einer Einrichtung, die nur im Falle akuter Beschwerden in Anspruch genommen wird, hin zu einer Art »Fitnesstudio«, das über das ganze Jahr hinweg Teil des Alltags der Patienten ist. Auf diese Weise scheint die Klinik nicht mehr automatisch mit gesundheitlichen Ausnahmesituationen in Verbindung, sondern als Teil des Lebens wie der Fußballverein oder der Kegelclub gesehen zu werden.
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