Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Blog Zukunft Krankenhaus für August, 2008.
- Allgemein (44)
- Kommunikation (1)
- Marketing (9)
- Politik (10)
- Produktpolitik (2)
- 7.10.2009: Gesundheitsfonds weiter unter Druck
- 29.9.2009: Kurswechsel nach Wahlen?
- 26.9.2009: Betrug zu Lasten der Versicherten
- 3.9.2009: Privatkliniken auf der Überholspur?
- 19.8.2009: Gesunheitsfond nicht ausreichend!
- 18.8.2009: Warum in die Ferne schweifen...?!
- 8.6.2009: Medical Wellness als Chance
- 28.4.2009: Jahrbuch Healthcare Marketing 2009 erschienen!
- 3.4.2009: Da Vinci unterstützt Ärzte in Hamburg
- 29.1.2009: Mit Elisabeth-Krankenhaus zum Katholischen Klinikum Ruhgebiet Nord
Weitere Informationen
Archive für August 2008
Neues Bündnis gegen Kosten-Deckelung
8.8.2008 von theunissen.
Die Probleme der deutschen Krankenhäuser sind bekannt: hohe Gehälter, steigende Energie- und Lebenshaltungskosten sowie hohe Lebenserwartungen und neue medizinisch sinnvolle, aber auch teure Behandlungsmöglichkeiten führten in der Vergangenheit zu einer riesigen Finanzierungslücke. Nun haben sich zehn Organisationen mit der Hessischen Krankenhausgesellschaft zusammen getan: oberstes Ziel ist die Refinanzierung von Tarifsteigerungen durch den Bund und das Ende der berühmt-berüchtigten Kosten-Deckelung.
Ob sich der Kampf an dieser Stelle lohnt, ist fragwürdig; vermittelt er doch den Eindruck eines Kampfes gegen Windmühlen. Natürlich sind die Kliniken in Gefahr und natürlich muss etwas getan werden. Die begrenzten Kräfte sollten aber an der richtigen Stelle eingesetzt werden. Und vielleicht macht es mehr Sinn, den Blick auf eigene Kompetenzen und Möglichkeiten zu richten und diese auszubauen, als alle Energie in einen Kampf zu stecken, der wenig Erfolg verspricht.
Geschrieben in Allgemein | Drucken | 1 Kommentar »
Unikliniken in der Krise
7.8.2008 von theunissen.
Dass die 32 Unikliniken in Deutschland ebenso wie alle anderen Kliniken nicht sorgenfrei wirtschaften können, haben wir schon mehrfach erwähnt. Die Lage der Unikliniken scheint sich nun weiter zu zu spitzen. So soll zum Beispiel bereits seit einigen Jahren das Uniklinikum Halle an die private Klinikkette Rhön verkauft werden.
Laut FTD (Financial Times Deutschland, 30.07.2008) machen alle Unikliniken gemeinsam zwar 13 Mrd. Euro Jahresumsatz, immerhin ein Anteil von 20 % am Krankenhausmarkt, aber ein Drittel schreibt bereits rote Zahlen oder schafft es mithilfe einer pfiffigen Buchhaltung auf eine knappe Null. Die Unikliniken schlagen sich mit dengleichen Problemen wie hohen Gehältern und Energiekosten herum wie alle andere Kliniken auch. Hinzu kommt, dass in der Vergangenheit für Unikliniken medizinische und ethische Ziele wie Forschung und Lehre wichtiger waren, während es jetzt vor allem um Wirtschaftlichkeit geht. Gibt es Probleme bei der Wirtschaftlichkeit, droht in vielen Fällen zumindest die Teilprivatisierung.
Daher ist es - auch für bisher gesicherte Unikliniken - an der Zeit, sich intensiv mit dem Thema Zukunftssicherung auseinander zu setzen. Ein möglicher Lösungsansatz ist die Spezialisierung auf die eigenen Kernkompetenzen.
Geschrieben in Allgemein | Drucken | Keine Kommentare »