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Privatversicherungen wollen Einheitsversicherung
Dieser Eintrag stammt von theunissen Am 11.6.2008 @ 10:12 In Allgemein | Keine Kommentare
Am heutigen Tag machen die deutschen Versicherungen gleich zweimal von sich reden. Denn zum einen feiert die gesetzliche Krankenversicherungen ihren 125. Geburtstag. Denn der deutsche Reichstag verabschiedete am 15. Juni 1883 das „Gesetz betreffend die Krankenversicherung des Arbeiters“. Reichskanzler Otto von Bismarck hatte damals das Ziel, unzufriedenen Arbeiter positiver zu stimmen. Der Geburtstag wird heute im Rahmen eines Festaktes mit Kanzlerin Angela Merkel gefeiert.
Auf der anderen Seite machen die privaten Krankenversicherer von sich reden: Allianz, Axa und Ergo schlagen eine Einheitsversicherung vor, die allen Bürgern gleichermaßen zur Verfügung steht. Bisher ist es nämlich so, dass nur Selbständige, Beamte und Arbeitnehmer, die bereits seit drei Jahren mehr als 4.012 Euro im Monat verdienen, sich privat versichern können, was die Zahl der potenziellen Kunden stark einschränkt. Nun sollen Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand und Einkommen keine Rolle mehr spielen: Jeder, der will, zahlt einen Festpreis und sichert sich so gegen gesundheitliche Grundrisiken ab.
Die drei genannten Unternehmen sehen in ihrem Vorschlag die Flucht nach vorn, steht ihnen doch das Wasser bis zum Hals. Andere private Anbieter behaupten das Gegenteil, schließlich bleibe den Privaten dann nur noch der Handel mit Zusatzpolicen.
Haben sich Allianz, Axa und Ergo mit ihrem Vorschlag also ein Eigentor geschossen?
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