Archive für 17.7.2007

Zu wenige Rückkehrer für Krankenkassen

Seit dem 1. April 2007 sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, frühere Mitglieder wieder aufzunehmen. Ein neue Chance für Gesellschaftsgruppen, die häufig über keinen Versicherungsschutz verfügen, wie Selbstständige mit zu geringen Einnahmen, geschiedene Frauen ohne eigenes Einkommen und Arbeitslose über 23 Jahren ohne Anspruch auf Hartz 4. Insgesamt rund 200.000 bis 300.000 Menschen, so schätzt Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Durch die Gesetzesänderung sollen diese Menschen wieder den Weg in den Versicherungschutz finden. Dennoch berichtet der Verband der Ersatzkassen in einem Bericht der Rheinischen Post am 17. Juli, dass nur »ein paar Tausend« in die Kassen zurückgekehrt seien. Warum also nehmen so viele Nicht-Versicherte die Möglichkeit eines neuen Versicherungschutzes nicht wahr?

Ulla Schmidt geht davon aus, dass vor allem junge, gesunde Menschen gerne auf den Versicherungsschutz verzichten, um die Beiträge zu sparen. Die Kassen hingegen halten die oben genannten Zahlen der Nichtversicherten für deutlich übertrieben.

Für die Krankenhäuser bedeutet das, dass in Deutschland immer noch viele Menschen ohne Krankenversicherung leben, die im Notfall aber behandelt werden müssen. Steht eine Behandlung an, die nicht als Notfall gewertet wird, muss der Patient, sofern er wirtschaftlich dazu in der Lage ist, nicht bezahlte Beiträge nachzahlen.

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