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Archive für Juli 2007
Schlechte Ärzte schlecht bezahlen?
19.7.2007 von theunissen.
Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) hat es sich zum Ziel gesetzt, niedergelassene Ärzte, die Kassenpatienten behandeln, genauer unter die Lupe zu nehmen. Sie sieht sich Patienten und guten Ärzten gegenüber verpflichtet, alle Ärzte stärker zu kontrollieren, um den generellen Qualitätsstandard anzuheben.
So plant NRW, einen Teil der durch den Arzt erbrachten Leistungen erfolgsabhängig zu bezahlen. Ein konkretes Beispiel: Ärzte sollen bei der dritten Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs deutlich mehr Geld bekommen als bei den ersten beiden Impfungen. Das hat damit zu tun, dass Mädchen erst nach der dritten Impfung wirklich geschützt sind. Ärzte, die also darauf achten, dass auch die dritte Impfung noch erfolgt, sollen besonders belohnt werden.
Ein weiteres Beispiel aus Bayern: Dort werden Ärzte, die Mammografien durchführen, kontrolliert. Können Sie bei der Diagnose anhand der Bilder überzeugen, erhalten Sie ein besonderes Zertifikat und fortan für jede Mammografie statt 18 Euro 37 Euro.
Für die Ärzte kann das nur eines bedeuten: noch stärker als in der Vergangenheit auf Qualität zu achten und diese Qualität auch bewusst den Kassen zu kommunizieren.
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Zu wenige Rückkehrer für Krankenkassen
17.7.2007 von theunissen.
Seit dem 1. April 2007 sind die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet, frühere Mitglieder wieder aufzunehmen. Ein neue Chance für Gesellschaftsgruppen, die häufig über keinen Versicherungsschutz verfügen, wie Selbstständige mit zu geringen Einnahmen, geschiedene Frauen ohne eigenes Einkommen und Arbeitslose über 23 Jahren ohne Anspruch auf Hartz 4. Insgesamt rund 200.000 bis 300.000 Menschen, so schätzt Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.
Durch die Gesetzesänderung sollen diese Menschen wieder den Weg in den Versicherungschutz finden. Dennoch berichtet der Verband der Ersatzkassen in einem Bericht der Rheinischen Post am 17. Juli, dass nur »ein paar Tausend« in die Kassen zurückgekehrt seien. Warum also nehmen so viele Nicht-Versicherte die Möglichkeit eines neuen Versicherungschutzes nicht wahr?
Ulla Schmidt geht davon aus, dass vor allem junge, gesunde Menschen gerne auf den Versicherungsschutz verzichten, um die Beiträge zu sparen. Die Kassen hingegen halten die oben genannten Zahlen der Nichtversicherten für deutlich übertrieben.
Für die Krankenhäuser bedeutet das, dass in Deutschland immer noch viele Menschen ohne Krankenversicherung leben, die im Notfall aber behandelt werden müssen. Steht eine Behandlung an, die nicht als Notfall gewertet wird, muss der Patient, sofern er wirtschaftlich dazu in der Lage ist, nicht bezahlte Beiträge nachzahlen.
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Hamburg auf dem Weg in die Zukunft
16.7.2007 von theunissen.
Im Rahmen der Gesundheitsreform wurde festgelegt, dass in Zukunft auch schwer und chronisch Kranke ambulant behandelt werden können. Hamburg setzt sich nun dafür ein, das erste Bundesland zu sein, dass diese Neuerung tatsächlich in die Tat umsetzt.
Für den Patienten soll die ambulante Behandlung einen erheblichen Qualitätsgewinn bedeuten, da die Krankenhäuser ihre Daten immer stärker transparent machen müssen (zum Beispiel durch Qualitätsberichte). Der Patient als Kunde kann nun entscheiden, ob sich für seine Behandlung nicht die Ambulanz eines bestimmten Krankenhaus anbietet. Der Patient entscheidet, wo er »seine« Experten findet.
Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft als Dachverband der Krankenhausträger in Hamburg sieht hier große Chancen und will die Entwicklung hin zur ambulanten Behandlung bisher ausgegrenzter Gruppen stark fördern.
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