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- 3.9.2009: Privatkliniken auf der Überholspur?
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- 28.4.2009: Jahrbuch Healthcare Marketing 2009 erschienen!
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- 29.1.2009: Mit Elisabeth-Krankenhaus zum Katholischen Klinikum Ruhgebiet Nord
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Krankenhausroulette für Patienten
Die meisten sind schon einmal in folgender Situation gewesen: Man wird krank und muss ins Krankenhaus. Bei der Wahl der geeigneten Klinik verlässt man sich vor allem auf den Rat des Hausarztes sowie auf Freunde. Ob man dann eine Klinik erwischt, die die nötige Behandlung besonders gut durchführt, ist oft Glückssache.
Diesen Zusammenhang themantisierte auch das ZDF-Magazin »Frontal 21« am Dienstag, 08. Mai. Alle Kliniken sind verpflichtet, Daten zu der Fallzahlen, Todesfällen und Komplikationen zu sammeln und an die »Bundesstelle für Qualitätssicherung« weiterzugeben. Dem Patienten hingegen stehen die Daten nicht zur Verfügung. Er muss sich immer noch in vielen Fällen mit nicht geeigneten Kliniken zufrieden geben.
Hinzu kommt ein weiteres Problem: auch andere Kliniken haben keinen Zugriff auf die Daten. So kann aus Fehlern anderer Häuser nicht gelernt werden. Die Uniklinik Hamburg Eppendorf reagierte jetzt und machte den Qualitätsreport öffentlich. Im Zuge dessen werden Behandlungen, die andere Kliniken besser durchführen, vermieden, während der Schwerpunkt auf Behandlungen liegt, bei denen die Klinik führend ist. Laut der Klinikleitung handelt es sich hierbei um ganz normales Marketingverhalten.
Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach, SPD, MdB, geht sogar soweit, dass die Sterblichkeit in deutschen Kliniken durch die Offenlegung der Daten zurückgehen wird.
Verpflichtet sind die Kliniken bisher aber nicht. Ein Bundesausschuss setzt sich mit dem Thema auseinander und plant die Offenlegung der Daten für das nächste Jahr.
Für Patienten, die sich aber bereits heute für eine Klinik entscheiden müssen, kommt diese Entscheidungshilfe definitiv zu spät. Sie spielen auch weiterhin Krankenhausroulette und hoffen auf ihr Glück: eine Klinik zu erwischen, die der eigenen Behandlung gewachsen ist.