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Bringt neues Gesetz mehr Geld für Krankenhäuser?
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann stellte am 07.03.2007 in einer Pressekonferenz sein neues Krankenhausgestaltungsgesetz NRW vor, das bereits einen Tag zuvor vom Kabinett gebilligt wurde. Mit dem neuen Gesetz reagiert die Regierung auf umfassende Änderungen im Gesundheitswesen, zum Beispiel auf kürzere Verweildauern der Patienten bei einem stationären Krankenhausaufenthalt und somit häufig leerstehende Betten.
Das Land NRW fördert seine Kliniken bisher mit rund 300 Mio. Euro. Welches Haus wie viel Geld bekommt, hängt komplett von der Anzahl Betten ab. Dabei spielte es keine Rolle, ob eine Klinik komplett ausgelastet ist oder ob Betten häufig leer stehen. Große Krankenhäuser erhalten dabei mehr Geld pro Bett als kleine Krankenhäuser. Bis jetzt.
Denn das soll sich zum 01.01.2008 ändern: Da die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus sinkt, werden viele Betten überflüssig. Daher sollen in Zukunft Patientenzahl und erbrachte Leistungen als Indikator für die Fördermittel dienen. Der medizinische Stellenwert eines Hauses rückt in den Mittelpunkt der Betrachtung. Laumann erklärte: »Diese neue Regelung ist fachlich gerechter und berücksichtigt die wirklich erbrachten Leistungen eines Krankenhauses.«
Laumann ist klar, dass es durch die neue Regelung Gewinner und Verlierer geben wird. Wer die Gewinner und wer die Verlierer sind, dieser Frage ging die Rheinische Post am 08.03.2007 in ihrem Artikel »Klinikreform: Über Gewinner und Verlierer« am Beispiel der Duisburger Kliniken nach.
Otto Eggeling, Geschäftsführer des Evangelischen Klinikums Niederrhein in Duisburg, rechnet fest damit, dass sein Klinikum in Zukunft einen Zuwachs an Fördergeldern einstreichen kann, da effiziente und gut ausgestattete Kliniken zu den Gewinnern zählen.
Das Katholische Klinikum Duisburg hingegen gehört, so Geschäftsführer Clemens Maurer, zu den Verlierern. Maurer fasst bereits eine Reduzierung der Bettenanzahl ins Auge. Aber auch er hält die Reform im Prinzip für richtig.
Für die Krankenhäuser heißt das wohl, dass mit der Reform der Konkurrenzkampf zwischen den einzelnen Häusern noch verschärft wird.