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Nur Regelversorgung im Streik?

Dieser Eintrag stammt von theunissen Am 13.3.2007 @ 11:57 In Allgemein | 1 Kommentar

Viele Patienten haben in der deutschen Krankenhauslandschaft schon lange das Gefühl, dass es sich um eine Zweiklassengesellschaft handelt. Wird in deutschen Kliniken wirklich zwischen privaten und gesetzlich versicherten Patienten unterschieden? In vielen Fällen anscheinend schon.

Sie erinnern sich sicher noch an den umfangreichen Ärztestreik im Frühjahr 2006. Die ARD-Sendung »Monitor« brachte in diesem Zusammenhang einen interessanten Bericht. Obwohl in den bestreikten Krankenhäusern nur Notfälle operiert werden sollten, konnte der interessierte Beobachter auf den OP-Listen auch weniger dramatische Eingriffe finden: zum Beispiel Nasenbeinkorrekturen und Brustvergrößerungen. Die Patienten, die in den Genuss dieser Eingriffe kamen, waren Privatpatienten, während viele gesetzlich Versicherte lange auf den notwendigen Eingriff warten mussten. Fakt ist, dass sowohl Ärzte als auch die Krankenhäuser an Privatpatienten mehr verdienen. Einige Zahlen aus der Sendung. In einer Klinik stieg der Anteil der Privatpatienten im März und April 2006, also während des Streiks, um 50 % gegenüber dem gleichen Zeitraum 2005. Zufall?


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